Die Sache mit der Inkonsequenz

Entschuldigung, ich muss mich eben kurz zu Wort melden. Ja, is’ inkonsequent, weiß ich selber! Ich sag auch oft, heute saufe ich mal nicht, mach’s aber trotzdem. Meine Inkonsequenz fängt schon morgens an, wenn’s draußen noch dunkel ist, also, um ehrlich zu sein, quasi sogar, wenn ich noch schlafe. Kann ich jetzt nicht so genau erklären. Jedenfalls habe ich mit dem Bloggen aufgehört, ich meine, guckt Euch doch nur den nächsten Post an. Ich habe doch verdammt lange damit aufgehört! Und ich will auch gar nicht wieder anfangen! Obwohl ich der Meinung bin, dass ich ab und an ganz gern was sagen würde. Also laut. Und in Großbuchstaben. Und manchmal schaue ich nach und wundere mich, dass hier noch so viele Leute lesen! Gut, es sind nur so um die 10, aber 10 Leute sind 10 Leute sind 10 Leute. Es ängstigt mich, dass es Zeiten gab, in denen ich nur 5 Leser hatte. In diesen Zeiten habe ich regelmäßig gebloggt. Was soll mir das jetzt sagen? Herr Ober, ein Gläschen Chianti bitte. 0,1l genügt! Ich habe nämlich mit dem Trinken aufgehört. Also mit dem Trinken von 0,2l-Wein. Das ziehe ich jetzt konsequent durch. …Wenn ich zwei 0,1l-Wein trinke, kann mir ja da keiner nen Srick draus drehen, oder doch?

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Good Bye Blogging!

Ich habe die Entscheidung lange aufgeschoben, aber nun ist es soweit: Ich höre mit dem Bloggen auf. Fast 3 Jahre habe ich hier gebloggt.  Vielen Dank fürs Lesen und Eure Treue. Machts gut, Freunde!

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Willst du auch nochmal was sagen?

Liebe Freunde der gepflegten, freien Körperkultur, hier könnt Ihr ein Interview von mir und meinem Co-Autoren über mein aktuelles Berlin-Buch sehen. Tschüß Ihr Heinis und viel Spaß beim Kieken!

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Eine kurze Abhandlung über böse Brösel

Ich weiß jetzt nicht, ob ich das schon mal erwähnt habe oder ob das überhaupt einen interessiert, aber ich kann Krümel und Essensreste in der Tastatur nicht leiden! Ich finde dieses Zeug da drin schlichtweg, ääähm, unappetitlich. Auch kann ich Leute nicht leiden, die bei Facebook und so berichten, was sie gerade gefrühstückt haben und dann auch noch ihr Essen fotografieren, aber am beklopptesten sind diejenigen, die sich hinsetzen und aufschreiben, dass sie dreckige, vollgebröselte Tastaturen haben. Ich meine, wie bescheuert ist das denn, statt das Teil einfach schnell sauber zu machen, umzudrehen und über den eh’ schon vollgekrümelten Teppich zu halten und kurz auszuschütteln, lassen sie sich in einer Akribie darüber aus, wie verhasst ihnen unsaubere Tasten sind.  Wenn ich so einen Tastenfuzzi, der sich über diesen Scheiß – wie in einer Abhandlung über Epson-Drucker echauffiert – begegne, haue ich ihm sämtliche Semmelbrösel von Omas Mittagsmenü zwischen die Buchstaben, ich schwörs! Och, jetzt ist auch noch das i eiiiiiiiiiiiiingedrückt, hiiiiiiiier klebts viiiiielle     cht, Mann!

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Gut oder böse?

Wenn man Richard David Precht 10 Fragen stellt, dann ist es gar nicht anders zu erwarten, als das der Philosoph auf jede Frage eine Antwort hat. Auf die Frage beispielsweise, worum es in seinem Buch „Die Kunst kein Egoist zu sein“ genau geht, antwortet er: „In dem Buch geht es um die Beantwortung der Frage ‘Wie kann es eigentlich sein, dass fast alle Menschen, die ich kenne, sich selbst für die Guten halten und es trotzdem so viel Mist in der Welt gibt?’“ Und dann hat Precht viele weise Antworten und kluge Lösungsansätze gegen den voranschreitenden Egoismus in unserer Gesellschaft. Gegen Ende des Interviews spricht die Hoffnung aus ihm: „Ich hoffe, dass jetzt wieder eine soziale Epoche anbricht.“ Leider denke ich an dieser Stelle, hoffen können Sie, Herr Precht, hoffen sollte man immer, nur leider wird das nix mit dem Anfang einer neuen sozialen Epoche, im Gegenteil!

Ist es wirklich nichts weiter als Schwarzmalerei, wenn man der Meinung ist, dass sich das Soziale in unserer Gesellschaft in der Schlinge befindet und sich immer mehr selbst abschafft? Das Problem an der Sache ist ja nicht, dass viele Menschen gut sind, das Problem ist doch, dass es viel weniger gute Menschen gibt, als man glaubt. Die Natur ist egoistisch, so wie das Leben egoistisch ist. Und warum sind die Menschen so egoistisch? Weil sie einem Ziel hinterherlaufen, das sie nie erreichen werden. Und weil sie nicht erkennen, dass sie nur temporär auf dieser Welt sind. Oder nich’?

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First we take Berlin, then we take Manhattan

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Erinnerung fluten

Gilles Leroy ist mit ZOLA JACKSON ein eindringlicher, wunderbarer Roman gelungen, den ich jedem wärmstens empfehlen kann. Worum es genau geht, sage ich Euch hier:

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Wieder da…

Gottchen, jetzt war hier fast einen Monat nichts los. Dass ich nichts geschrieben habe, lag vermutlich an Faulheit oder am Sommer, oder dass es zuviel regnet, vielleicht war ich mit Heiraten beschäftigt, vielleicht mit dem Leben. Kann sein, dass ich zuviel geschlafen, gearbeitet, ferngesehen oder weiße Seiten mit blauer Schrift gefüllt habe. Vielleicht habe ich nur gelesen, gegessen, hunderte Karaffen Wein getrunken oder mich durch den Alltag geküsst. Ich weiß es wirklich nicht, aber egal, jetzt bin ich ja wieder da und melde mich mit akkuratem Franzosenzopf zurück. Schön. Ich muss ergänzen, dass ich künftig mehr Fotos als Texte veröffentlichen werde. Was die Schreiberei betrifft, so bin ich der Ansicht, dass es oft besser ist, einfach mal die Schnauze zu halten.

Prenzlberger Ansichten, Berlin 11.07.2011

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„in einem anderen Land“

Verena Maria Dittrich

Verena Maria Dittrich

111 Gründe, Berlin zu lieben

Verena Maria Dittrich, Tom Stechert, 111 Gründe, Berlin zu lieben

Verena Maria Dittrich, 111 Gründe, Berlin zu lieben

Konnopke

Verena Maria Dittrich, Tom Stechert, 111 Gründe, Berlin zu lieben

Verena Maria Dittrich, 111 Gründe, Berlin zu lieben

Foto: Tom Stechert

Foto: Tom Stechert

Foto: Tom Stechert

Brunnenstraße, Foto: Tom Stechert

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„Rück die Piepen raus, Alta!“

Was macht man eigentlich bei Geldgeschichten, die einen umhauen, und zwar so, dass sich der Magen umdreht und man sich beim Gedanken daran so fühlt, wie die erste Zigarette nach dem Aufwachen schmeckt: beschissen. Was macht man, wenn man merkt, dass das, was man über den unverschuldet in Geldnot Geratenden gar nicht stimmt? Dass alles nur ein ausgeklügeltes Märchen war, ein Akt der Vertuschung, eine sich ständig selbst erneuernde aufgesetzte Lüge? Und das Bild will sich nicht gerade rücken lassen, das bleibt die ganze Zeit im Kopf so wie es ist, schlimmer noch, es wird von Tag zu Tag ein bisschen hässlicher.

Stimmt es wirklich, dass bei Geld die Freundschaft aufhört?

…Und ist derjenige, dem man Kohle leiht, einem tatsächlich mehr schuldig, als diese Schulden irgendwann zurückzuzahlen? Doch sicherlich in den meisten Fällen nicht! Aber warum erwarten wir so viel oder anders gefragt: warum erwarten wir, wenn wir den Gönner spielen, mehr als sonst?  Nämlich automatisch, dass wir auf dem Laufenden gehalten werden, wenn sich an der finanziellen Situation etwas ändert, dass man auch mal anruft, nur so, um zu fragen, wie es geht und ob man dem Leben am Wochenende wieder auf der Nase  herumgetanzt ist. Einfach aus Nettigkeit. Oder weil man es will.

Das ist schon komisch, wenn man Geld verleiht, viel Geld, und dann plötzlich nichts, aber auch gar nichts von dem vermeintlichen Freund vernimmt, dieser Freund plötzlich abtaucht und von der Bildfläche verschwindet wie ein Plakat aus der letzten Saison. Aber warum kann sich der andere nicht ebenso in die Lage desjenigen versetzen, der sich sorgt? Kann der sich nicht einen Ruck geben und sagen: So, ich ruf’ jetzt mal durch und erzähle, wie es momentan so läuft. Einfach aus Nettigkeit. Oder weil man es will. Von mir aus auch, weil es die beschissene Etikette verlangt oder um den anderen zu beruhigen, zu vertrösten, gerne auch an der Nase zu führen oder freundlich zu stellen.

Ist dieser klitzekleine Akt der Manipulation, diese offensichtliche, aber freundliche Hinhaltetaktik zuviel verlangt oder zu wenig? Warum muss man eigentlich erst auf die Fresse fliegen, bevor man begreift, dass man auf sein Bauchgefühl lieber hätte hören sollen? Und weshalb fühlt man sich tatsächlich besser, wenn man freundlich belogen, als mit ehrlichem Schweigen bis zum Kotzen verärgert wird?

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