An diesem Samstag ist die Welt wenig aufgeregt gewesen. Barack Obama ist aus Berlin abgereist, rund um die Siegessäule ist alles wieder blitz blank gekehrt und die „Bild“ ist stolz, dass eine ihrer hauseigen produzierten Tanten den US- Präsidentschaftskandidaten -so heißt der jetzt ja noch- im Fitnesscenter ein bisschen was fragen durfte. „Obama war super in Form“, hat sie artig berichtet und nicht vergessen, genauer auf die Farbe seiner Schuhe einzugehen. Bestimmt war Obama in der Sporthalle des Luxushotels auch auf dem Stepper, aber das konnte sie nicht bezeugen. Dafür war sie aber dabei, als der Vielleicht- Präsident ein paar Gewichtchen stemmte und dabei tatsächlich „kein bisschen geschwitzt“ hat.
… Kann sich so ein angehender Machtinhaber auch nicht leisten: die Schwitzerei! Wie sieht das denn aus, wenn man bei öffentlichen Auftritten ständig betupft werden muss, weil die Stirn schweiß-nass ist oder nicht winken darf, weil einen ein akutes Achselnässeproblem plagt? Unweigerlich hat man die Bilder von unserer Anschela wieder auf dem Schirm. Da hat sie sich einmal für ein Fest schick gemacht, mit Abendkleid und Täschchen und so, und dann das: Schwitz-Alarm hoch zehn. Ist doch klar, dass sich die Medien auf dieses Malheur wie Hyänen auf Aas stürzen. Bloß nicht zu viel Mensch sein. Das gibt nur Stress. Sich lieber zurücklehnen und ein bisschen Rock’n Roll hören. Zur Feier des Tages sind die Rolling Stones angesagt. Jagger ist 65 Jahre alt geworden. Der hat damals bestimmt auch nicht geahnt, dass er Vorbild für Millionen Weiber wird und extra seinetwegen so ein komisches Mittelchen entwickelt wurde, welches dafür sorgt, dass Damen, die gern aussehen wollen wie Mick, das auch können. Bei manchen ist zwar ab und zu was schief gelaufen und die Gusche ist regelrecht explodiert, aber mittlerweile ist auch das irgendwie zum Trend geworden.
Apropo Explosion: In Frankreich ist ein Atomkraftwerk explodiert. Oh, Momentchen: Irrtum. Es kam nur zu einem kleinen Zwischenfall, bei dem ein paar Leute ebenfalls nur ein ganz klein bisschen „kontaminiert“ wurden. Dass es sich hierbei um den zweiten Atom-Zwischenfall in der Nuklearanlage binnen weniger Wochen handelt, muss man ja nicht gleich jedem auf die Nase binden. Sterben müssen sowieso alle mal. Die US-amerikanische Schauspielerin Estelle Getty, die durch die „Golden Girls“ berühmt wurde, kann kein Lied mehr davon singen. Seit heute. …Und dann, der Samstag neigt sich fast dem Ende, gab es Zoff in Hollywood, weil irgendein Star wegen Gewalttätigkeit in der eigenen Familie angezeigt worden war. Im Grunde aber wollte die heroinsüchtige Schwester des Stars mehr Kohle für ihren Stoff und weil sie die nicht bekam, hat sie behauptet der Bruder hätte ihr eine gegongt. Hat er natürlich nicht! Aber das muss er in einem Rechtsstaat wie Amerika erst mal beweisen. Außer ein paar Berichten über eine eventuelle Feinstaubbelastung und einer ebenfalls möglichen Dramatisierung derselbigen war am 26. Juli 2008 also nicht viel los. Die Sonne wurde gegen 21: 30 Uhr zum letzten Mal gesehen.

"Im Schüttelfrost liegt irgendwo in einem Busch mein Puls"...
.....................................................................................
....................................................................................................
........................................................