Wenn ich mich manchmal um- und zuhöre, was die Leute so reden, den lieben langen Tag, in den U-Bahnen, Geschäften, auf dem Amt, mit dem Nachbarn, im Treppenflur, am Schalter, hinterm Rücken, mit vorgehaltener Hand, dem Liebsten, der Mutter oder mit sich selbst, dann wünsche ich mir einen Recorder parat zu haben, der all das [...]
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Anfang von etwas
Veröffentlicht in Dies & Das, Minuten-Prosa, Getagged Dies & Das, edithalisa, Gedanken, Gesellschaft, Lyrik, Prosa, Verenas Weltlaterne am 11. Juli 2009 | 6 Kommentare »
Fragen an den lieben Gott
Veröffentlicht in Lyrik, Getagged edithalisa, Gott, Jesus, Lyrik, Verenas Weltlaterne am 23. August 2008 | 1 Kommentar »
Wo wohnt der liebe Gott?
Dürfen ihn nur Blinde sehn
Nur Taube hören, Irre fühlen
Die mit dem Glauben baden gehn
***
Wo ist er?, fragt die Welt in Sorgen
Wo war er gestern, hilft er morgen
Ob er sich wohl zum Schlafe legt
Mit dem, der ein Geheimnis trägt
***
Führt er vielleicht Prognosen
Verteilt und mischt er Karten
Weiß er warum die Menschen
viel zu lang [...]
Narben lecken
Veröffentlicht in Lyrik, Getagged Lyrik, Narben, Poesie am 12. August 2008 | Kommentar schreiben »
Wir hängen am seidenen Faden
die Schlinge um Fesseln und Waden
sehen wir nicht
denn wir sind blind
und klettern auf Halme die unter uns
längst abgebrochen sind
holst du die Ernte
bringst mich heimwärts
zählst meine blauen Flecken
wirst du wenn ich nicht schlafen kann
unverheilte Narben lecken?
Verfall von alten Knochen
die mutig wie zum Trotze
heut morgen noch nach vorne krochen
Du kühler Freund
hörst du die [...]
Leere Taschen
Veröffentlicht in Lyrik, Getagged Lyrik, Poesie am 8. August 2008 | Kommentar schreiben »
Wer will Ideen heute noch belohnen
Der Werbefuzzi hat den Kopf verriegelt
Talente werden glatt gebügelt
Ein Hirn verbrennt auf blauen Kohlen
Ein Flehen hinter Milchglasscheiben
Davor verblasste Augenweiden
Der Einen ist die Schminke ausgegangen
Verbummelt stillt sie ihr Verlangen
Rhetorisch stelle ich die Frage:
Wie konserviert man gute Tage?
Der Irrenarzt ist krank und fühlt
sein Mitgefühl ist weichgespült
Wir treten leis’ auf keiner Stelle
Und hören [...]
Getrennte Wege
Veröffentlicht in Lyrik, Getagged Literatur, Lyrik, Poesie am 3. August 2008 | 1 Kommentar »
Wir waren Kinderfreunde
und lachten über uns
bis du in meinen Spiegel sahst
und plötzlich wusstest, wer du warst
Weiß dein Gesicht
Kunterbunt mein Hoffen
In deinen Augen bin ich dann
ganz ohne Anker abgesoffen
Man gibt sich seitdem zugeknöpft
und geht getrennte Wege
nichts-sagend zu dem Andern
wie die Tiere im Gehege
Laufen wir aneinander vorbei
kennen nicht mehr einander
erinnern uns nur
und suchen manchmal
staubig, still und leise
verschüttet [...]

"Im Schüttelfrost liegt irgendwo in einem Busch mein Puls"...
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