1983

Als er schlaftrunken aufstand, zeigte die Uhr an seinem Handgelenk die früheste Stunde. Zur gleichen Zeit drehte sie sich um und wechselte die Traumseite. Der Hof in der Lychener lag still zwischen roten Mauern. Nur ein paar Vögel unterhielten sich mit einäugigen Katzen.

„Eine gute Zeit für Sport“, hustete er, kochte sich mittelschlechtes Braun und lief mit Silly ein paar Runden auf asphaltiertem Grau, bis er röchelte. Links und rechts blieben Bäume liegen und Kurven machten kleine Kreise, in denen er am liebsten geschwommen wäre. Der Morgen begann mit Tau in verlassenen Spinnennesten und begleitete ihn bis zum Mittag in den Teil der Stadt, in dem die Menschen mit dem großen Geld viel lieben und trotzdem traurig aussehen.

Wie ein scharlachroter Pilger sitzt er dort bis zum Abend auf etwas Grünem, das aussieht wie ein Wanderweg, aber keiner ist. Was er dort macht, scheint ihm vertraut und fremd zugleich. Wie die Leute, die er trifft. Das sind die mit den fragenden Gesichtern, die glauben, sich in der Straße geirrt zu haben oder in der Zeit oder im Leben. Denen setzt er dann Kopfhörer auf die fast tauben Ohren und erzählt Witze von früher, bevor er wieder nach Hause geht. In den anderen Teil. Zu ihr.

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