Wo ist Karl?

Versteh’ einer die Welt! Täglich neue Horrormeldungen, News, Schlagzeilen und Kuriositäten. Dort hat der Terror wieder alles im Griff und da haut man sich die Köpfe ein und weiß nicht mehr warum, weil das Dilemma schon so lange anhält und der große Bruder den kleinen bereits als Kind gelehrt hat, dass „die da drüben“ eben böse sind. Und während die heilige Weihacht immer näher rückt, wird vielerorts weitergeballert und rumgebombt. Der eine will sein Land zurück, der andere mehr Geld, der Dritte schießt, weil er den Befehl dazu hat und wieder ein anderer, weil ihm ein Himmelsreich voller Jungfrauen versprochen wurde. Es ist eine „never ending story“ aber zu Weihnachten halten alle kurz inne und lauschen dem Ave Maria. Für drei Minuten.

Zwischen all den Neuigkeiten, an die man sich mit den Jahren gewöhnt hat und längst abgestumpft ist („Diesen Wahnsinn hält ja auf Dauer keiner aus!“) gibt es aber immer wieder mal Meldungen, die in den Nachrichtenguckern den Detektiv, Kommissar, Schnüffler, James Bond und Aufklärer wecken.

Meldungen wie diese:

Es gab einmal einen Milliardär, der über die Ländergrenzen bekannt war und ein langes langes Leben hatte bis er vor 2 Jahren das Zeitliche segnete. Hierbei handelt es sich um den Deutschen Karl Friedrich Flick.

Als der Flick also verstorben war, wurde er anständig beerdigt und bekam seine ewige Ruhe in der dezent marmorierten Familiengruft. Dort ruhte er sanft bis zu jener dubiosen Nacht des 13. Novembers (die evt. ein Freitag war), als jemand in die Gruft einstieg und den Sarg mitsamt dem Karl klaute. Dieser Jemand war entweder der unglaubliche Hulk persönlich (der würde so was aber nie tun) oder aber dieser Jemand hatte tatkräftige Unterstützung von 3 anderen Jemands. Reifen-Abdrücke beweisen, dass die Sarg-Klauer den Karl anschließend mit einem LKW vom Friedhofsgelände wegchauffiert haben. Seitdem verliert sich jede Spur. Kein Hinweis, wo der um seine Ruhe gebrachte Milliardär geblieben ist. Auch der gestrige Großeinsatz blieb erfolglos. Man stellt sich deshalb wirklich langsam die Frage, wo der 200 Kilo- Sarg bloß sein könnte und mit ihm natürlich der tote Karl.

…Und warum gibt es keine Lösegeldforderungen? Was würden Sherlock Holmes und Dr. Watson unternehmen? Oder Miss Marple, Magnum, Rockford, Peter Shaw, TKKG, Kalle Blomquist, Matulla und Odenthal? Was? Ich versteh das nicht. Der Fall muss doch zu lösen sein!

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