Sause im Kanzleramt: „Einmal nachschenken bitte!“

Es war einmal ein Top-Manager namens Josef. Der Josef hat immer hart gearbeitet und viele Jahre so schwer geschuftet, dass er meist  heimkam, wenn es draußen schon dunkel war. Über die Zeit ist der Josef älter geworden und hat irgendwann vergessen, dass er erstens Geburtstag hat und zweitens schon 60 wird.

Also hat seine Kumpeline Angie ein Fest für ihn organisiert –  bei sich zuhause versteht sich, im Kanzleramt. Die Angie ist an den Josef herangetreten und meinte, „sie würde gern was für ihn tun.“ Er soll „doch einmal etwa 30 Freunde und Freundinnen einladen aus Deutschland oder der Welt, mit denen er gerne einen Abend zusammen sein würde.“

Ist doch logo, dass der Josef sich das nicht zweimal sagen lässt und weil er auch mal ausspannen muss, vom ganzen Stress und so, hat er Angies Angebot dankend angenommen und einen draufgemacht. Man wird, abgesehen von Zsa Zsa Gabor, schließlich nur einmal 60 im Leben! Bezahlt wurde Josefs Partyabend mit Steuergeld, die Angie selbst hats ja auch nicht so dicke!

Allein für externes Servicepersonal seien Kosten in Höhe von 2.100 Euro angefallen.  Dass die Hostessen vom Escord-Service mit Extra-Ausbildung nicht dreifuffzig die Stunde kosten, muss doch klar sein.  Hinzu kämen die Kosten für das Abendessen, von nix kommt ja nix. Und hier ist das Problem:

Die, die nicht auf der Gästeliste standen, meckern jetzt natürlich rum und meinen, die Angie könne „als Kanzlerin nicht jemandem anbieten, auf Kosten des Steuerzahlers seinen Geburtstag mit gutem Wein und Essen im Kanzleramt zu feiern. Dafür ist es nicht da.“ Ja, wofür denn dann? Wer hart arbeitet, muss vitaminreich essen, wenns geht  in schnieker Umgebung. Aber Butter bei die Fische: Wo ist denn bitteschön das Problem, wenn der Josef sich mal drei vier Gläschen guten Chablis auf Staatskosten gönnt? Schließlich ist er der Chef der Deutschen Bank und nicht irgendein Vertreter von Ilses Sparmarkt!

Warum im Nachhinein ermittelt werden soll, was Josefs Sause gekostet hat, ist unverständlich. Die Angie jedenfalls ließ sich nicht lumpen: Wenn schon gefeiert wird, dann richtig. Deshalb heißt es aus dem Kanzlerbüro auch: „Die Kosten des Abendessens können nicht ermittelt werden.“ Müssen’se ja auch nicht, ist doch alles bezahlt!

…Und wenn der Herr Lötzsch kritisiert, dass die Feier „Ausdruck einer Distanzlosigkeit“ sei, dann zeigt das doch, dass er nur sauer ist, weil er nicht eingeladen wurde. Eingeschnappt legt er gleich noch mal nach und sagt: „Es ist ein Unding, dass Herr Ackermann sich Gäste ins Kanzleramt einladen könne. “ Gefährde wohl die Demokratie …  Na, na, na!

…Dass der Lötzsch aber auch immer so übertreiben muss. Maßlos ist das! Maaaaaßlooooos! Und dann kommt auch noch die eingeschnappte Leberwurst Renate Künast und gibt ihren Senf ab: „Man kann als Kanzlerin nicht auf Kosten des Steuerzahlers exklusiv mit gutem Wein feiern“, sagt sie, bestimmt durstig.  Papalapp: Die Kan(n)zlerin kann. Prost.

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