Es hat sich ausgeweihnachtet

Jetzt noch mal für alle und keinen und speziell für Manni. Ich schreibe hier Weihnachten nichts rein! Nicht, was ich geschenkt bekommen habe, nicht wie das Fest war oder dass die Katze auf das sündhaft teure Kuhfell gekotzt hat, das vor dem Kamin liegt, den ich nicht habe. Es gibt von mir weder eine Liste über „Bücher des Jahres 2009“, noch  Filme, die man 2009 gesehen haben muss. Ich schreibe auch nicht, was ich gegessen oder getrunken habe und vor allem fotografiere ich weder meinen Tannenbaum, noch die Geschenke.

Ich habe keine To Do-Liste, die ich ins Netz stelle und ich will auch nicht anderer Leute Vorhaben-Listen lesen. Die befolgt man höchstens eine Woche lang, um sie dann über den Jordan zu haun. Wenn die Leute aufhören wollen, zu quartzen, dann sollen sie aufhören zu quarzen! Wenn sie 2010 weniger saufen wollen, sollen sie das tun, aber um Himmelswillen nicht jeden steckengebliebenen To Do-Pups mitteilen. Nein, nein, nein.

Auf Rezepte stehe ich auch nicht und ich will nicht lesen, wie schrääääcklich vollgefressen die Menschen sind, nachdem sie sich die Gänsekeulen und Hähnchenschenkel  reingepfiffen haben, bis es rumst. (Da pfeift sich Manni 4 Schweinemedaillons auf Ex rein und wundert sich hinterher, wenns spannt und kneift. Ja, Manni, wenn du auflädst, wie ein Scheunendrescher, kann das schon hinkommen, mit dem Völlegefühl! Du staunst ja auch nicht, wenn im Film einer mit 4 Schuss abgeballert wird und dann umfällt, oder?)  

… Und immer dieses ewigliche Besinnlichkeits-Gequatsche! Das ganze Jahr kann man einander nicht leiden, aber Heiligabend rennt man sich gegenseitig die Türen ein und macht einen auf: „Weihnachten verträgt man sich eben!“  Nee, ohne mich!

Ich muss nicht auf Schwiegermutters Ikeasofa lümmeln und in ihren Hirschbraten ohne Preiselbeeren beißen oder blöde grinsen, wenn mir ihr Geschenk nicht passt. An Weihnachten hat die halbe Familie plötzlich keinen Arsch mehr in der Hose und kuschelt aneinander vorbei und im Januar haun sie sich wieder die Köppe’ ein. „Och, jetzt muss ich zu Dörte, Mittagessen! Ihre blöde Mutter ist bestimmt auch da“, jammert Manni und fühlt sich gestresst. Ja, Weihnachten ist eine anstrengende Zeit für viele, weil sie zueinander nett sind, ohne es so zu meinen. Wie wärs zur Abwechslung statt zu jammern, einfach mal mit: Fresse halten.

 So, ich habe fertig.

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