Die Sache mit den Versicherungen

Neulich fragte mich Margarete, was ich so für Versicherungen habe; also neben denjenigen, die man ohnehin schon hat. Sie fragte, ob ich mich irgendwie fürs Alter absichere, zurücklege, einzahle, spare. Denn wenn ich mal alt bin, kann ich nicht mehr darauf hoffen meine Rente vom Staat zu beziehen, so Margarete.  Bestenfalls würde ein lumpiger Fuffi am Monatsanfang auf meinem Konto landen und das wars dann. Ich empfand diese Fragen als beklemmend und habe plötzlich gemerkt, dass das Alter einen schneller einholt, als einem lieb ist. (Ich hab’ neuerdings sogar schon manchmal Rücken!)

Ich bin in der KSK, sagte ich, die kümmern sich doch um einen und zahlen in die Rentenversicherung ein. Aber Margarete meinte, dass diese Summen den Braten auch nicht fett machen. Nach diesem Gespräch machte ich mir ernsthaft Gedanken über meine Altersbezüge und wer mir dabei zusah, konnte beobachten, wie sich meine Stirn in Falten legte und die grauen Haare durchkamen. Das Witze machen war mir vergangen. Ich flachste nicht mehr rum, mir ’ne Bambusbude in Thailand zu bauen und mit siebzig per Roller durchs Land zu düsen. Ich musste nur noch an Zusatzversicherungen, Rentenversicherungen, Zahnzusatzversicherungen und Versicherungen im Allgemeinen nachdenken.

Es packte mich die Angst und da waren auch noch die Nachrichten, die ich in der Redaktion zu schreiben hatte: Erdbeben, Abstürze, Unglücke, Tsunamis, Vulkanausbrüche, Lawinen. Dann kam die Aschewolke. Ich überlege jetzt, ob ich selber eine Versicherung gründe. Ich würde sie die Arche Noah-Versicherung nennen. Man kann ja nie wissen, vielleicht braucht man die mal! (Gründungsmitglieder oder Interessenten können sich gern bei mir melden! Bitte bringen Sie erstmal keine Ziegen oder Schafe mit, das regeln wir später!)

Oder ich mache es wie einst meine lieben Ur-Omis und fange an, die Ernte aus dem Garten einzuwecken.

 

 

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