„Ich hatte Sex mit Louis de Funès“

Heutzutage wird an jeder Ecke gepimpert. Wenn man abends zu spät vor der Glotze lümmelt und da mal ein bisschen rumzappt, gibt’s Pornos und Möpse auf fast jedem Kanal. Zwischendrin werden Pullover und heilende Steine verhökert. Während die Moderatorinnen auf dem einen Sender freundlich in die Kameras glotzen und wie Breitmaulfrösche grinsen, werden sie auf dem anderen hart drangenommen. Ich sitze dann manchmal wie gelähmt davor und presse Spocks Lieblingswort aus den Lippen: „Faszinierend“. Glücklicherweise kenne ich mich weder mit Pornos- noch mit Shoppingkanälen aus, aber was mir bei all dem Pimpern auffällt ist, dieses desolate Stöhnen der Ladys. Uhuhuahauhaujaohohohoh, hecheln die sich da einen ab, meine Güte. 

Ja, ja, ich weiß, die sollen das so machen, das verlangt die Regie, aber müssen die dabei stets so formidabel gucken? Ich möchte manchmal, wenn ich das sehe, am liebsten in den Fernseher kriechen und der Braut eine gongen! Und dem Regisseur gleich mit! Und natürlich dem Typen, der gerade, ähm… ach lassen wir das.

Und dann würde ich ein von Marie Sommer geschriebenes Drehbuch nehmen und ihnen vor den Latz knalln, damit diese Leute sehen, dass Sex auch anders geht: Lustig, witzig, zum Kaputtlachen und dass Frauen nicht immer unten liegen- oder blöde stöhnen müssen, obwohl sie in Wirklichkeit momentan daran denken, ob sie heute Wiener Schnitzel zum Mittag machen sollen oder lieber Linsen. So, das musste mal gesagt werden. Weiter im Programm!

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