Der zitternde Peer und die sehr zornige Frau Sass

Ich gebe zu, eins, zweimal bin ich während der abendlichen Zapperei mal beim Lanz hängengeblieben. Aber weil er vor jedes kleine Adjektiv ein „sehr“ setzt, hatte ich sehr schnell die Schnauze voll. Auch die Mischung der Runden langweilte mich meist so sehr, dass ich immer befürchtete, „am nächsten Morgen tot aufzuwachen“. Aber gestern, Mensch, da war vielleicht was los beim Lanz! Schade, dass ich das nur vom heimischen Sofa aus sehen durfte. Denn ich wurde, erwähnte ich das schon, auch mal in seine Sendung eingeladen. Jawoll ja. Das war bis dato das Highlight meiner sehr vielversprechenden Karriere als Schriftstellerin oder wie es in der Lanz-Redaktion intern heißt: „wir brauchen noch irgendeine Schnalle vom Schwarzkopf Verlag, die ihre unbekannte Fresse unbedingt ins Fernsehen halten will“. Leider ist mir die großartige Frau Kuttner in die Quere gekommen, ich brauchte anschließend drei Tage, um aus dem Tief, in das ich gefallen war, herauszukrabbeln.

Lanz

Aber wenn ich jetzt sehe, was bei Lanz so abgeht, kriege ich richtig Lust, die Sendung wieder zu gucken und nochmal anzufragen, ob man mich nicht noch einmal einladen möchte. Katrin Sass redete sich am Dienstagabend nämlich so richtig schön in Rage und attackierte das „Dschungel-Camp“ – und zwar genau an dem Tag, als die Show für den Grimme-Preis nominiert worden war.

„Die sagen alle, die da drin waren, naja, so ’ne gewisse Kunst hat’s auch schon, jetzt sind wir im Grimme-Preis (…) Ein Unfug ist das alles.“

Es gehe den Teilnehmern doch nur ums Geld. Gastronom und Ex-Dschungelkönig Kusmagk war schockiert ob der Angriffe und zitterte am ganzen Leib, der arme Kerl. Und Gastgeber Lanz hatte sehr arge Probleme, Sass zu beruhigen. Als der zitternde Peer sich wehren wollte, sagte die Frau Kathrin sehr zornig:

„Dann geh doch nach Hause, wenn dir das zu blöd ist!“

Es sei unglaublich, sich in eine Show zu setzen und zu sagen, man gehe erhobenen Hauptes aus dem Dschungelcamp raus, schimpfte sie und dann, das war mein persönliches Highligt des Sass-Ausrasters:

„…ich fresse Schwänze, aber erhobenen Hauptes (…) Was soll denn das?“

Für alle, die es verpasst haben, hier ein kleiner Mitschnitt der Sendung. Sehr emotional.

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