Pferdefleisch in Mandeltorte (oder: Wie kommen die Darmbakerien in den Kuchen?)

Huhu, Leute, wisst Ihr was: ich wundere mich gerade, dass ich nach den ganzen aufgedeckten Lebensmittel-Skandalen noch lebe.  Denn, ja, ich esse das alles, ich schlinge das alles in mich hinein: Fischstäbchen, in denen Fischscheiße und Plaste stecken, gepresst versteht sich, Mozzarella mit Mäusekot, Eier von gequälten Hühnern, Pferdehack, Sprossengedöns, Schokolade mit Spuren von Hydraulik-Öl, Steptokokken im Kuchen, vergammeltes Hack mit Glutamat, Geflügelnuggetes mit Keimen, Sperma in der Dönersauce. Aber ich bin noch da, ich weiß zwar nicht, wie lange noch, doch  ich hatte noch nicht einmal Bauchschmerzen. Bis dato.

Aber jetzt ist mein Lieblingsmöbelhersteller eindeutig zu weit gegangen. Dass die bei den populären Fleischklößen beschissen haben, ja, das war doof, aber ich habe es ihnen verziehen. Ist mir doch schnurz, ob in den Hackfleischklopsen Pferd oder Katze steckt. Ist eh alles durch den Fleischwolf gedreht. Aber Coli-Bakterien in der Mandeltorte? Nein, das geht zu weit! Das Maß ist voll. Meine Lieblingsmandeltorte – mit Darmbakterien veredelt?

… Und natürlich sagen die Heinis von oben jetzt wieder, dass es sich um coliforme Bakterien handelt, die nicht gesundheitsschädlich sind. Schon klar. Ich hab ein bisschen den Verdacht, dass die auch die Sägespäne ihrer Billi-Regale ins Essen pfeffern, um die Rindergulaschsoße zu verdicken. Wetten? Also: kaut und schluckt schön weiter, die besten Müllkippen sind und bleiben bilogisch abbaubar. Wohl bekomm’s!

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