„Bleiben will ich…“

Nach Vaters Tod fange ich langsam wieder an, an dem Roman weiterzuarbeiten.  Ich werde vermutlich in fünfundsechzig Jahren damit fertig sein. Heute bei der Recherche über meine DDR-Kindheit und die gute alte Heimat bin ich auf Thomas Brasch gestoßen, besser gesagt zuerst auf dessen Mutter, Gerda, die in den Fünfzigern sein erstes Gedicht in einer Cottbuser Lokalzeitung veröffentlicht hatte. Brasch flog wegen „Verunglimpfung führender Persönlichkeiten der DDR“ von der Uni und ich entdeckte allerlei Parallelen zu unserer Ost-Geschichte und so viel Spannendes und Schönes in seiner viel zu schnell vergessenen Lyrik und Prosa, dass ich überhaupt nicht mehr zum Schreiben gekommen bin. Was für ein Glück!

Thomas Brasch

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